FOLICIN®-DP

Eisen-Chelate

Eisen-DTPA-Chelat mit 7 % Fe
Zur Blatt- und Bodendüngung - auch für kalk-, phosphat- und humusreiche Böden

Produktbeschreibung

Eisenchelat zur Behebung und vorbeugenden Behandlung von Eisenmangelchlorosen im Wein-, Obst-, Gemüse- und Zierpflanzenbau sowie in Baumschulpflanzen und zur Erdmischung. Bei der Bodendüngung zuverlässig wirksam bis Boden-pH 7,5. Aufgrund der hohen Pflanzenverträglichkeit hervorragend für Blattspritzungen geeignet.

EG-DÜNGEMITTEL Eisenchelat 7 · 7 % Fe als Chelat von DTPA · voll wasserlösliches Mikrogranulat.

Wirkung

Eisen ist für viele wichtige Stoffwechselvorgänge in der Pflanze unentbehrlich. Es ist nicht nur Bestandteil von Enzymen, sondern auch an der Photosynthese entscheidend beteiligt. Bei Eisenmangel ist die Bildung des Blattgrüns gestört, was sich zunächst in einer Aufhellung und Vergilbung der Blätter zeigt. Diese Erscheinung beginnt an den jüngsten Trieben und wird als Chlorose bezeichnet. Im fortgeschrittenen Stadium folgt das Absterben des Blattgewebes von Rand her. Ursachen für Eisenmangelchlorosen können sowohl ein hoher Kalkgehalt im Boden (Kalkchlorosen) als auch Bodenverdichtung, stauende Nässe, Trockenheit, kalte Witterung und/oder hohe Niederschläge sein (Witterungschlorosen).

Daneben führt ein hoher Phosphatgehalt im Boden zur Festlegung von Eisen in nicht pflanzenverfügbarer Form. Bei Reben sind Verrieselungsschäden die Folge, die im Extremfall zum völligen Ertragsausfall führen. Durch Ertragsrückgang und Qualitätseinbußen macht sich Eisenmangel auch in Kirschen, Pfirsichen, Erdbeeren, Johannis- und Himbeeren bemerkbar. Bei Zierpflanzen sind Chlorosen häufig in Rhododendren, Rosen und in Hortensien zu beobachten. Schon der latente Eisenmangel ohne sichtbares Schadbild kann zu Einbußen bei Ertrag und Qualität führen, was eine vorbeugende Behandlung notwendig macht. Für diesen Zweck wie auch für die Heilung bereits sichtbarer Chlorosen haben sich Eisenchelate als am wirkungsvollsten erwiesen. Anwendungsempfehlungen

Anwendungszeit

Bei Vegetationsbeginn oder Sichtbarwerden der ersten Vergilbungen. Zur Blattdüngung muß genügend Blattmasse vorhanden sein.

Aufwandmengen

Löslichkeit in Wasser (20 °C) bis 400 g/l. EC-Wert (0,1 %): 0,35 mS.

  • Weinbau
  • Obstbau (Apfel, Birne, Pflaume, Kirsche, Pfirsich)
  • Gemüse, Baumschulpflanzen, Erdbeeren, Johannis- und Himbeeren
  • Zierpflanzen

Erdmischung

Bei empfindlichen weißen Reben wie Silvaner oder Müller-Thurgau und roten Rebsorten - vor allem den Burgunderarten - in 2 - 5 Anwendungen jeweils 1,5 - 2 kg/ha spritzen oder 10 - 25 g/Stock streuen bzw. lanzen. Bei unempfindlichen Sorten und zur Vorbeugung 2 - 5 x 4 kg/ha spritzen (max. 1 %-ige Konzentration = 1 kg/100 l Wasser) oder 10 - 25 g/Stock streuen bzw. lanzen. Jeweils 3 - 6 kg/ha vor und/oder nach der Blüte spritzen. Mindestens 600 l Wasser bei der Vorblüte-Behandlung und 800 l Wasser nach der Blüte verwenden. Alternativ 60 - 120 g/Baum streuen. In bis zu 3 Anwendungen jeweils 1,5 - 3 kg/ha in 600 l Wasser spritzen. Alternativ 10 g/m² streuen. Zur Bewässerungsdüngung regelmäßig 0,01 - 0,02 %-ig (10 - 20 g/100 l Wasser) der Nährlösung zusetzen. Je nach Substrat 25 - 50 g/m³ einmischen.

Hinweis
FOLICIN-DP ist chelatisiert. Chelate sind anorganischen Salzen in ihrer Düngewirkung und Pflanzenverträglichkeit überlegen. In kombinierter Anwendung mit Pflanzenschutzmitteln sind Chelate aufgrund der besseren Mischbarkeit und ihrer Wirkstoffschonung Salzen vorzuziehen. Pflanzen produzieren selbst Chelate in ihrem Stoffwechsel.